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Umsatz und Struktur – differenzierte Entwicklung der Sparten

 

Die nominale Umsatzentwicklung fiel in den in der Elektrotechnik zusammengefassten Branchen sehr unterschiedlich aus. Wie schon beschrieben ging der Umsatz in der Branche Herstellung von Büromaschinen und Datenverarbeitungsgeräten im Vergleich der Jahre 1999 und 2005 stark zurück: 1999 erwirtschafteten die Betriebe in der Branche noch 15,084 Milliarden Euro, 2005 lag der Umsatz voraussichtlich gerade noch bei 12,507 Milliarden Euro. Die Differenzierung zwischen den neuen und alten Bundesländern zeigt ein Wachstum in den neuen Ländern und einen Rückgang in den alten Bundesländern. Der Anteil der neuen Länder am Gesamtumsatz der Branche stieg von 10,84% (1,635 Milliarden Euro) im Jahre 1999 auf 16,62% (1,835 Milliarden Euro) im Jahr 2004, wogegen in den alten Bundesländern im gleichen Zeitraum der Umsatz von 13,45 Milliarden Euro auf 9,205 Milliarden Euro zurückging. Das Wachstum auf der einen Seite und der Einbruch auf der anderen Seite ist in der Exportentwicklung begründet: Die Betriebe in den neuen Ländern konnten ihre Exportquote seit 1999 von 26,63% (0,435 Milliarden Euro) bis 2004 auf 54,03% (0,992 Milliarden Euro) erhöhen. Der Hauptmarkt liegt in den Ländern der Eurozone. Im Gegensatz dazu verloren die Unternehmen in den alten Ländern Umsatzanteile im Export. Die Exportquote ging von 40,37% (5,430 Milliarden Euro) auf 35,96% (3,31 Milliarden Euro) zurück, wovon 2004 45% auf die Eurozone entfielen. Sowohl in den neuen als auch in den alten Bundesländern fand die rezessive Stimmung im Inland ihren Niederschlag im Umsatz, wo der Umsatzeinbruch bei den Betrieben in den neuen Ländern mit 29,65% (1999 bis 2005) sogar noch etwas höher ausfiel.

 

Die Branchen Herstellung von Geräten der Elektrizitätserzeugung und -verteilung sowie Rundfunk- und Nachrichtentechnik konnten den Umsatz im Zeitraum der Jahre 1999 bis 2005 unterschiedlich stark steigern. Am stärksten fiel das Umsatzwachstum bei den Geräteherstellern der Elektrizitätserzeugung und -verteilung aus. Dort nahm der Umsatz von 62,482 Milliarden Euro (1999) auf voraussichtlich 75,596 Milliarden Euro (2005) zu. Die Umsatzerhöhung fiel in den neuen Ländern mit einem Plus von 44,22% auf 5,698 Milliarden Euro wiederum stärker aus als in den alten Bundesländern mit 17,67% auf 68,872 Milliarden Euro, wogegen sich der Umsatzanteil am Gesamtumsatz der Branche von 6,32% (1999) auf 7,64% (2004) nicht im gleichen Ausmaß wie in der Branche der Büromaschinen und Datenverarbeitungsgerätehersteller erhöhte. Während die neuen Länder den Auslandsumsatz im Vergleich der Jahre 1999 und 2004 nahezu verdoppelten und Inland ein Wachstum von über 38% erwirtschafteten, fiel die Umsatzerhöhung in den alten Ländern mit 35,17% im Ausland und mit 8,59% im Inland geringer aus.

 

In der Branche Rundfunk- und Nachrichtentechnik steigerten die Unternehmen in den neuen Bundesländern ihren Umsatz am kräftigsten und überflügelten die beiden vorgenannten mit Abstand. Seit 1999 bis 2004 wuchs der Umsatz um fast 160% auf 5,358 Milliarden Euro, wovon im Jahr 2004 44,85% aufs Inland und 55,15% aufs Ausland entfielen. Die treibende Antriebskraft für das überdurchschnittlich hoch ausfallende Wachstum ging vom Export aus, der seit 1999 bis 2004 um 214,50% auf 2,955 Milliarden Euro anwuchs. Im Gegensatz dazu blieben die Betriebe in den alten Bundesländern deutlich zurück; sie erhöhten im dargestellten Zeitraum zwar ebenfalls den Auslandsumsatz um 26,40% auf 27,154 Milliarden Euro, verzeichneten aber im Inland eine Stagnation (2004: 20,142 Milliarden Euro). Ganz anders verlief die inländische Umsatzentwicklung in den neuen Ländern, wo die Betriebe ihren Umsatz um 114,24% erhöhten.

 

 

 

Büromaschinen

(Erfassungsgrad 85,19% aller Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten)

 

 

 

 

 

Anteil am Gesamtumsatz in %

(2004, Werte gerundet)

 

 

 

 

 

Über 15%

 

15 – 10%

 

 

 

 

 

9,9 – 5%

 

4,9 – 1%

 

 

 

 

 

Unter 1%

 

Keine Angaben / keine Betriebe

Im Bundesland Bayern erwirtschafteten die Betriebe der Branche Büromaschinen- und Datenverarbeitungsgerätehersteller mit einem Umsatz von 4,140 Milliarden Euro im Jahr 2004 insgesamt 44,02% des Gesamtumsatzes der Branche. Damit nimmt Bayern die Spitzenposition ein. Mit deutlichem Abstand folgen Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg, die 2004 2,261 Milliarden Euro beziehungsweise 2,103 Milliarden Euro Umsatz erzielten. In den Ländern Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Saarland und Sachsen-Anhalt ist die Branche Herstellung von Büromaschinen und Datenverarbeitungsgeräten faktisch nicht vorhanden.

 

Von den drei führenden Ländern musste Baden-Württemberg in den Jahren 1999 bis 2004 mit einem Minus von 51,67% den höchsten Umsatzeinbruch verzeichnen. In Nordrhein-Westfalen und Bayern sank der Umsatz um 23,64% und 9,31%. Den kräftigsten Umsatzrückgang hatten die Betriebe in Rheinland-Pfalz mit einem Minus von 72,09% (2000 bis 2004). Im Gegensatz dazu konnte das bis dahin umsatzschwache Berlin seit 1999 den Umsatz am stärksten erhöhen (+86,14%), gefolgt von Sachsen (+13,13%) und Niedersachsen (+5,25%).

 

Exportweltmeister ist Baden-Württemberg mit einer Exportquote von 68,47% (2004). Hessen und Berlin, die 2004 59,64% und 56,07% ihres Umsatzes im Ausland erzielten, liegen an zweiter und dritter Stelle. Die Länder Sachsen und Bayern sind binnenorientiert; 2004 erwirtschafteten sie mit über 85% einen nahezu identisch hohen Teil ihres Umsatzes im Inland. Die Umsatzentwicklung ist nicht von der Export- beziehungsweise Binnenorientierung abhängig zu machen.

 

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